Phaenomenale 2011

Phaenomenale 2011
Science & Art Festival der Region

Ein Gemeinschaftsprojekt von
Kulturbüro der Stadt Wolfsburg
Kunstverein Wolfsburg
Jugendförderung Stadt Wolfsburg und dem
Braunschweiger Zeitungsverlag

Neue Freunde,
neue Feinde?
24.–27.02.2011

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Phaenomenale 2011
Science & Art Festival der Region

Neue Freunde, neue Feinde?

Die digitale Welt: Bedrohung oder Chance?

24.–27.02.2010

Die Phaenomenale beschäftigt sich in diesem Jahr mit Fragen der digitalen Welt. Ihre neusten Kommunikationsmedien verursachen grundlegende Veränderungen in unserem alltäglichen Leben. Sie haben Auswirkungen auf nahezu jeden Bereich gesellschaftlichen Handelns und bieten somit neue Möglichkeiten aber auch neue Gefahren. Dieses Spannungsfeld wird die Phaenomenale 2011 anhand eines vielfältigen Programmes genauer beleuchten. Das Kulturbüro der Stadt Wolfsburg und der Kunstverein Wolfsburg haben erneut viele Partner eingeladen, sich mit künstlerischen, wissenschaftlichen und kulturellen Beiträgen an dem Science & Art Festival der Region zu beteiligen. Als Veranstalter sind diesmal der Geschäftsbereich Jugend der Stadt Wolfsburg und der Braunschweiger Zeitungsverlag hinzugekommen. Darüber hinaus sind 15 Kooperationspartner mit ihren Beiträgen zum Festivalthema „Neue Freunde, Neue Feinde“ in der Phaenomenale 2011 vertreten. Ziel ist es, eine nachhaltig agierende Kulturlandschaft der gesamten Region zu etablieren, in der die geknüpften Netzwerke und Kooperationen weit in die Region hinein wirken. So konnte zum ersten Mal das Edith-Ruß-Haus für Medienkunst als Satellit für das Festival gewonnen werden.
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Zukunft online – der digitale Graben der Generationen

In der Verwendung der neuen Medien (Computer, iPhone etc.) scheint sich ein neuer Generationenkonflikt zwischen Digital Natives und so genannten Digital Immigrants anzubahnen. Das alltägliche Leben von Menschen, die zu Onlinespiel- Gemeinschaften gehören, eine eigene Facebook-Seite besitzen, twittern oder ihre Bilder und Filme auf flickr, Youtube oder MySpace veröffentlichen, unterscheiden sich deutlich von denen, die nicht mit digitalen Kommunikationstechnologien aufgewachsen sind. Wobei auch für die Generation Internet die reale Begegnung wichtig bleibt. Deswegen sind Flashmoboder Facebook-Aufrufe zu Partys so beliebt und führen große Menschenmengen zusammen. Hier können aus Netz- Freundschaften reale Freundschaften werden. Jedoch wird der Begriff der Freundschaft in den Net Communities so inflationär verwendet, dass er gleichsam als entwertet gilt und immer stärker seine Bestätigung im realen Leben sucht. Der Übergang von der digitalen zu einer Kommunikation zwischen physisch präsenten Personen kann bisweilen schmerzhaft sein, wie zahlreiche Menschen insbesondere Partnersuchende erfahren mussten. Auf jeden Fall haben die digitalen Medien unser Zusammenleben wesentlich verändert und neue gesellschaftliche Formationen mit noch kaum überschaubaren Folgen entstehen lassen. Zwei Erscheinungen dieser neuen Medienpraxen sind hervorzuheben. Erstens die Beschleunigung der Kommunikation. Live Streams von wichtigen Ereignissen lassen die tradierten TV-Nachrichten als obsolet erscheinen. Gleichzeitig besteht die Gefahr der Überinformationen, die die Aufnahmefähigkeit des Menschen überschreitet. Zweitens entstehen durch neue Kommunikationswege neue Beziehungen und Gemeinschaften. Die Netzwerkplattformen lassen jenseits geografischer Schranken neue Formen von Öffentlichkeit entstehen.

Neue Medien, neue Kulturen – wie ändern sich die Märkte?

Durch Soziale Netze strukturieren sich unsere Öffentlichkeiten neu, weil die Bildung von Parallel- und Gegenöffentlichkeiten nicht nur einfacher, sondern preisgünstiger geworden sind. Im Ergebnis sehen wir uns einer wachsenden Zahl multipler, einander überlagernder Teilöffentlichkeiten gegenüber. Was heißt das für die herkömmlichen Medien, wie Tageszeitungen, Fernsehen und die Verlagsbranche? Welche Maßnahmen zur strategischen Marktgestaltung werden von den Medienhäusern unternommen, um an der Entwicklung von neuen Öffentlichkeiten zu partizipieren und vor allem davon zu profitieren? Auch Kultureinrichtungen müssen sich den digitalen Entwicklungen anpassen und lernen, ihr Publikum noch enger um sich zu scharen beziehungsweise ihre Themen in die Teilöffentlichkeiten des Netzes einzubringen und sich in dem Überfluss an Informationen zu positionieren. Schöne Neue Welt … um heute erfolgreich Öffentlichkeitsarbeit für eine Einrichtung zu betreiben, müssen alle Formen der elektronischen Kommunikation (Blogs, Twittern, Mail-Newsletter, Online-Sprechstunden, Foren etc.) zwingend zum Einsatz kommen. Dabei ist zu beachten, dass die One-Way- Communication „out“ ist, das heißt, das Publikum oder die Leser wollen selbst zur Kommunikation beitragen. Normale User werden Berichterstatter und Gestalter von Öffentlichkeit.

Justin Hoffmann, Ulrike Lorenz
Künstlerische Leitung

Veranstalter

Kulturbüro der Stadt Wolfsburg


Kunstverein Wolfsburg


Jugendförderung Stadt Wolfsburg


Braunschweiger Zeitungsverlag

Beteiligte Institutionen

Autostadt

Hallenbad – Kultur am Schachtweg

Institut Heidersberger

Städtische Galerie Wolfsburg

Stadtbibliothek Wolfsburg

Planetarium

Volksbank BraWo

Haus der Wissenschaft

Hochschule für Bildende Künste Braunschweig

Technische Universität Braunschweig

Kunstverein Braunschweig

Museum für Photographie Braunschweig

Buchhandlung Graff

Marketing-Club Braunschweig

Edith-Ruß-Haus für Medienkunst Oldenburg

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